Radtour 50 km oder 100 km planen

Radtour mit 50 oder 100 km planen: Rundtouren mit genau der Wunschdistanz

Viele Touren beginnen mit einer Zahl. Fünfzig Kilometer vor dem Mittagessen. Der erste Hunderter, bevor die Saison zu Ende geht. Dreißig Kilometer, weil genau das zwischen Feierabend und Abendessen passt. Die Zahl ist schnell festgelegt. Eine Strecke zu finden, die bei dieser Distanz auch wieder vor der Haustür endet, ist schwieriger. Meist wird es dann entweder ein langes Hin und Zurück auf derselben Straße oder eine Runde, die am Ende 15 km länger ist als geplant.

Dieser Guide zeigt, wie lange die gängigen Distanzen tatsächlich dauern, was neben den Kilometern über die Anstrengung entscheidet, wie Sie Pausen auf längeren Touren einplanen und wie Sie sich an die 100 km herantasten. Außerdem erfahren Sie, wie Sie eine Runde in Wunschlänge bekommen, ohne einen Abend lang Wegpunkte auf der Karte zu verschieben.

Wie lange dauern 30, 50 oder 100 km mit dem Rad?

Entscheidend ist Ihr Durchschnittstempo, und das liegt mit Ampeln, Kreuzungen und kurzen Stopps niedriger, als die meisten denken. Realistische Fahrzeiten auf überwiegend flacher Strecke:

  • Gemütlich mit Trekking- oder Stadtrad (15 bis 18 km/h): 30 km in etwa 2 Stunden, 50 km in etwa 3 Stunden, 100 km in 6 Stunden oder mehr.
  • Geübt mit Trekking- oder Gravelbike (18 bis 22 km/h): 30 km in etwa 1,5 Stunden, 50 km in rund 2,5 Stunden, 100 km in etwa 5 Stunden.
  • Trainiert mit dem Rennrad (25 bis 28 km/h): 30 km in gut einer Stunde, 50 km in unter 2 Stunden, 100 km in etwa 3,5 bis 4 Stunden.
  • E-Bike mit Unterstützung (20 bis 25 km/h): zeitlich ähnlich wie ein geübter Rennradfahrer, die eigentliche Grenze setzt aber der Akku, vor allem auf 100 km.

Die Distanz ist nur die halbe Miete

Fünfzig Kilometer am Fluss entlang und fünfzig Kilometer durchs Hügelland sind zwei verschiedene Touren. Als Faustregel rechnen Sie pro 100 Höhenmeter etwa 10 Minuten zusätzlich. Eine 50-km-Runde mit 600 Höhenmetern dauert für die meisten also rund eine Stunde länger als eine flache, und sie fühlt sich noch härter an, als diese Zahl vermuten lässt.

Wählen Sie das Gelände deshalb zusammen mit der Distanz. Für die erste lange Tour nehmen Sie besser ein flaches Profil und heben sich die Anstiege für später auf; wie Sie Höhenangaben richtig lesen, steht in unserem Guide für flache Radtouren. Soll die Runde als Training zählen, bringt ein ausgewogenes oder hügeliges Profil mehr Arbeit auf dieselben Kilometer.

Auch der Wind spielt mit. Im offenen Gelände können 20 km gegen kräftigen Gegenwind so viel kosten wie ein Anstieg. Eine Runde, die gegen den Wind beginnt und Sie mit Rückenwind nach Hause bringt, lässt sich deutlich leichter zu Ende fahren; mehr dazu im Guide zur wind-optimierten Radroute.

Warum eine Runde besser ist als Hin und Zurück

Der einfachste Weg zu 50 km: 25 km in eine Richtung, dann umdrehen. Das funktioniert, aber Sie sehen alles zweimal, und die zweite Hälfte führt oft über genau die stark befahrene Straße, über die Sie aus der Stadt herausgekommen sind. Eine Rundtour bedeutet durchgehend neue Wege und meist einen ruhigeren Rückweg.

Eine Runde mit exakter Länge von Hand zu zeichnen, ist allerdings mühsam. Am Ende verschieben Sie Punkte auf der Karte, bis die Summe ungefähr stimmt. In VeloRand legen Sie die Distanz fest, wählen Routentyp und Höhenprofil, und die App generiert ab Ihrem Startpunkt eine Rundtour, die nah an der gewünschten Länge liegt. Gefällt Ihnen das Ergebnis nicht, erzeugen Sie mit denselben Einstellungen einfach eine andere Runde. Mehr dazu in unserem Guide zur Fahrrad-Rundtour.

Pausen auf längeren Touren einplanen

Bis etwa zwei Stunden reichen den meisten eine Trinkflasche und ein Riegel in der Trikottasche. Danach werden Essen, Trinken und eine Pause wichtig, und auf 100 km entscheiden sie darüber, ob die letzte Stunde Spaß macht oder zur Quälerei wird.

Setzen Sie ein Café, eine Bäckerei oder eine Tankstelle als festen Wegpunkt, etwa bei der Hälfte oder bei rund zwei Dritteln der Strecke, wenn die Energie meist nachlässt. VeloRand plant den Rest der Runde dann um diesen Stopp herum. Im Herbst und Winter lohnt ein Blick auf die Öffnungszeiten, denn viele Landcafés schließen früh oder haben nur am Wochenende geöffnet.

Der Weg zum ersten Hunderter

Die ersten 100 km am Stück sind ein klassisches Ziel, und mit ein paar Wochen Vorbereitung schaffen es die meisten einigermaßen fitten Radfahrer. Ein einfacher Plan:

  • Starten Sie bei der längsten Tour, die Sie heute entspannt fahren, und verlängern Sie sie jede Woche um etwa 10 bis 20 Prozent.
  • Halten Sie die lange Runde anfangs flach oder leicht wellig, damit nur die Distanz wächst.
  • Fahren Sie in einem Tempo, bei dem Sie sich noch unterhalten können. Zu schnell in der ersten Stunde ist der häufigste Grund, warum lange Touren hinten raus zerfallen.
  • Essen Sie von Anfang an alle 45 bis 60 Minuten etwas, nicht erst, wenn der Hunger kommt.
  • Fühlen sich 70 bis 80 km gut an, sind die 100 km in Reichweite.

Den passenden Routentyp zur Distanz wählen

Mit dem Rennrad wählen Sie den Routentyp "Rennrad", damit die ganze Runde auf Asphalt bleibt. Das zählt umso mehr, je länger Sie unterwegs sind; mehr dazu im Guide zum Rennrad-Tourenplaner. Mit dem Trekkingrad ist "Trekking" der ausgewogene Standard, während "Sicherheit" Sie gezielt über Radwege und ruhige Straßen führt, ideal für entspannte 50 km mit wenig Verkehr; die Unterschiede erklärt unser Vergleich der Routentypen. Für lange Touren abseits der Straße mischt der Typ "Gravel" Forst- und Wirtschaftswege mit ein.

Steht die Route, exportieren Sie sie als GPX und folgen ihr mit der Navigations-App oder dem Radcomputer, den Sie ohnehin nutzen. Wie das geht, erklärt unser Guide zum GPX-Export.

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FAQ

Wie lange braucht man mit dem Fahrrad für 50 km?

Bei gemütlichen 15 bis 18 km/h dauern 50 km etwa 3 Stunden reine Fahrzeit. Geübte Freizeitradler brauchen rund 2,5 Stunden, trainierte Rennradfahrer unter 2 Stunden. Dazu kommen Pausen und etwa 10 Minuten pro 100 Höhenmeter.

Schafft man als Einsteiger 100 km an einem Tag?

Ja, mit etwas Vorbereitung. Verlängern Sie Ihre längste Tour jede Woche um 10 bis 20 Prozent, wählen Sie eine flache Strecke, fahren Sie in Plaudertempo und planen Sie etwa zur Hälfte eine Pause mit Verpflegung ein. Fühlen sich 70 bis 80 km gut an, schaffen die meisten auch 100 km.

Wie plane ich eine Radrunde mit bestimmter Länge?

Sie können eine Runde in einem Routenplaner von Hand zeichnen und so lange anpassen, bis die Summe stimmt, oder einen Routen-Generator nutzen. In VeloRand geben Sie die gewünschte Distanz ein, wählen Routentyp und Höhenprofil und erhalten eine Rundtour ab Ihrem Startpunkt, die nah an dieser Länge liegt.

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